Mitarbeiterbindung

Wer die besten Köpfe beschäftigt, kann sich freuen: High Potentials bringen Ihr Unternehmen nach vorn. Ihr Wissen sowie ihre Erfahrung sind wertvoll, sie tragen einen wichtigen Teil zu Ihrem Renommee bei. Und sie sind anspruchsvoll. Gut ausgebildete Mitarbeiter legen Wert auf einen Arbeitsplatz, der ihre Fähigkeiten schätzt und fördert. Fehlt ihnen das, freut sich der nächste Arbeitgeber.

Mitarbeiterbindung: Definition, Herausforderungen und Chancen

Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung sind damit für ein nachhaltiges Wachstum essenziell. Es gilt nicht nur, qualifizierte Köpfe zu gewinnen, sondern sie auch zu halten. Wie das gelingen kann und warum Mitarbeiterbindung so wichtig ist, lesen Sie hier.

Was ist Mitarbeiterbindung?

Der Begriff Mitarbeiterbindung beschreibt Maßnahmen, die den Zusammenhalt und die Loyalität von Arbeitnehmern ihrem Unternehmen gegenüber stärken sollen. Welche das nach den Wünschen der Belegschaft sein sollen, hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Es zählen nach wie vor harte und weiche Faktoren – letztere haben jedoch signifikant an Bedeutung gewonnen.

Gut ausgebildete, erfahrene und damit begehrte Mitarbeiter haben zum Teil hohe Ansprüche an ihren Arbeitsplatz. Insbesondere die junge Generation sieht nicht mehr nur Gehalt, Boni und viele Urlaubstage als Hauptmotivatoren an. Ein angenehmes Arbeitsklima, flache Hierarchien und die Firmenphilosophie sind ihnen meist wichtiger. Davon berichten zahlreiche Erhebungen, darunter eine des Personaldienstleisters Zenjob aus dem Jahr 2021. Demnach legt der Großteil der Generation Z – der nach 1995 Geborenen – Wert auf eine transparente Unternehmenskultur. Auf Rang zwei steht das Gehalt.

Mitarbeiterbindung definiert allerdings mehr, als flache Hierarchien und transparente Kommunikation. Hinter erfolgreichen Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung steckt ein Gesamtkonzept, das speziell qualifizierte Fachkräfte ansprechen soll. Das Ziel ist, eine hohe Fluktuation, hohe Krankenstände und Dienst nach Vorschrift verhindern.

 

Warum sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter halten?

Vor dem Hintergrund eines aktuellen und drohenden Fachkräftemangels in vielen Branchen ist eine enge Bindung der besten Köpfe an die Firma unverzichtbar. Gelingt das nicht, können die Folgen erheblich sein. Kündigungswellen kosten Unternehmen nicht nur Zeit und Geld für Neueinstellungen. Sie schädigen auch ihren Ruf – und das im schlimmsten Fall nachhaltig. Zugleich geht wertvolles Know-how verloren, das dann der Konkurrenz zur Verfügung steht.

 

Dazu muss es nicht kommen, wenn Betriebe das Thema Mitarbeiterbindung auf ihre Agenda setzen. Eine durchdachte Strategie hat nicht nur das Potenzial, die beschriebenen Schreckensszenarien zu verhindern, sie spricht sich auch herum. Wer als attraktiver Arbeitgeber gilt, hat es in der Regel leicht, qualifiziertes Personal zu finden. Indirekt dienen Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung auch der Rekrutierung.

Darüber hinaus erhöhen sie die Arbeitsmotivation. Der Effekt: Die besten Köpfe bleiben nicht nur, sie erledigen ihren Job auch gerne. Das wiederum führt zu besseren Leistungen. Auch davon berichten zahlreiche Studien, wie die der Manpower Group. Die „Bevölkerungsbefragung Arbeitsmotivation“ fand 2019 heraus, dass ein gutes Verhältnis zu Vorgesetzten und Kollegen sowie flexible Arbeitszeiten die wichtigsten Treiber seien.

 


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Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung im Überblick

Ein faires Miteinander und flexible Arbeitszeiten stehen auf der Liste der Mitarbeiterwünsche ganz oben. Sie sind jedoch nicht alles. Mitarbeiterbindung ist ein ganzheitliches Thema, das verschiedene Bereiche umfasst. Das sind die wichtigsten Säulen:

Eine offene Kommunikation: Eine konstruktive Feedbackkultur, die Mitarbeiter wie Vorgesetzte umfasst, klar formulierte Ziele und Strategien sowie ein gemeinsames Leitbild fördern das Vertrauen und zeigen Wertschätzung.

 

Förderung und Weiterbildung: Mit Fortbildungen, Seminaren und der Möglichkeit zu Zusatzqualifikationen steigern Sie nicht nur die Motivation, Sie investieren auch in das Unternehmen – schließlich nützt das neu gewonnene Know-how direkt der Firma.

Monetäre Motivation: Auch wenn ein höheres Gehalt nicht mehr an erster Stelle der Motivatoren steht, ist es doch wichtig. Gute Leistungen mit Boni und Lohnerhöhungen zu belohnen, auch mit indirekten Gehaltssteigerungen wie Firmenwagen, Diensthandy und Fahrtkostenzuschuss, gehört nach wie vor zu den wichtigen Bindungsmaßnahmen.

 

Gesundheitsmaßnahmen: Gesunde Mitarbeiter sind für nachhaltige Erfolge essenziell – nicht nur, weil Ausfallzeiten Geld kosten. Investitionen in Gesundheitskurse, Zuschüsse für Sport und Fitness, eine ergonomische Büroausstattung, aber auch Angebote zu Ernährungsberatung oder mehr Bewegung zeigen, dass die Mitarbeiter Ihnen etwas wert sind.

Stichwort Wertschätzung: Ein Großteil der Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zielt darauf ab, der Belegschaft eben diese zu zeigen – zum Beispiel durch Gesundheitsangebote, Vermeidung von Überstunden und offene Kommunikation. All das wiederum stärkt die emotionale Bindung an das Unternehmen und fördert letztendlich die Leistungsbereitschaft.

 

Fazit: Mitarbeiterbindung für den Unternehmenserfolg

In der offiziellen Definition dient Mitarbeiterbindung der Stärkung des Vertrauens, der Motivation und der Loyalität. Das gelingt, indem die Belegschaft Wertschätzung erfährt, etwa durch eine offene Kommunikation auf Augenhöhe, Trainings- und Weiterbildungsangebote und einen Arbeitsplatz, der die Gesundheit fördert. So arbeiten qualifizierte Köpfe gern für ihr Unternehmen und identifizieren sich mit ihm. Das sind die Voraussetzungen für beste Leistungen. So führen Maßnahmen für die Mitarbeitermotivation zu einer Win-win-Situation für alle Beteiligten.

 

 

Quelle zu Studien:
https://www.zenjob.com/wp-content/uploads/210629_PM_Gen-Z-Studie-1.pdf

https://www.manpowergroup.de/de/insights/studien-und-research/studien/2021/05/11/19/03/studie-arbeitsmotivation-2019